Wie alles begann...

Die Geschichte des WEBCOMpro CMS


FeaturesScreenshotsSpezifikation

Inspiration
Das Projekt "WEBCOMpro" entstand zu einer Zeit, zu der "Content Management System" noch kaum ein Begriff in der Gemeinde der Webmaster war; etwa im Jahr 1999. Zu dieser Zeit war ich bereits selbstständig im IT-Sektor tätig und habe mich als Softwareentwickler, Netzwerkadministrator und Webdesigner verdingt. Im Rahmen eines Webdesign-Auftrages bestand die Anforderung des Kunden, die Inhalte selbst einstellen und ändern zu können. Da der Kunde mit Microsoft Word arbeitete und Word die Möglichkeit bot, Dokumente auch als Webseite zu speichern, was zwar nicht besonders schön war, aber doch nicht selten genutzt wurde, entschied ich mich, als Lösung eine Art Webdokument-Verwaltung bereitzustellen, mit der man die Word-Webseiten hochladen und einbinden konnte. Daraus wurde dann eine Navigation generiert, die das Dokument innerhalb eines Framesets anzeigte. Zusätzlich enthielt die Software einen Dateimanager, mit dem sich einfache Dateioperationen auf dem Server vornehmen liessen... inklusive des manuellen Bearbeitens der immerhin gut dokumentierten Konfigurationsdateien. Es war aus heutiger Sicht sicherlich keine optimale Lösung, aber es funktionierte und der Kunde war zufrieden damit. Das einzige, was WEBCOMpro heute noch mit seiner Inspiration gemein hat, ist die Trennung zwischen Verzeichnis und Dokument, sonst aber auch nichts.
 
Die Geburt
Basierend auf dieser ersten Erfahrung, nahm ich mir vor, das Konzept auszubauen. Ich wollte eine Software erstellen, die sowohl die Arbeit des Webdesigners vereinfachte, als auch dem Kunden ermöglichte, die Inhalte zu pflegen, ohne sich mit HTML auseinandersetzen zu müssen. Zudem sollte die Software alle populären Grundanwendungen bereitstellen, die ich damals als solche ansah: Ein Forum, einen Chat, eine Suchmaschine und ein Shop. PHP in Verbindung mit MySQL war als technische Grundlage aufgrund der weiten Verbreitung erstes Mittel der Wahl, was sich voll bestätigt hat. Da das System logischerweise modular aufgebaut war, ergab sich schnell ein Name: Professional Web Components, kurz WEBCOMpro. Die de-Domain war frei und die erste Website schnell erstellt... natürlich auf Basis des eigenen CMS. Zu diesem Zeitpunkt war ich als IT-Trainer tätig und nutzte die Plattform hauptsächlich, um für die Seminarteilnehmer Dokumente und Links bereitzustellen. An eine Distribution der Software dachte ich damals überhaupt nicht. Ich setzte das System praktisch nur für meine eigenen Kunden ein.
 
Das ewige Beta
WEBCOMpro war für mich nie ein Projekt, dass es abzuschliessen galt, sondern vielmehr ein Gebäude, das ich ständig ausbaute, wie es meine Zeit erlaubte; oft auch darüber hinaus. Dabei hätte ich es mir viel leichter machen können, indem ich einmal nach links und rechts geschaut hätte, was andere Content Management Systeme bieten. Das wollte ich allerdings nicht. Viel lieber wollte ich eigene Lösungen finden. Darin bestand für mich die Herausforderung. Dies hat hin und wieder zu Verirrungen geführt, die keine dauerhafte Lösung boten, aber auch zu kreativen und alternativen Ansätzen, die WEBCOMpro noch heute aus dem Einheitsbrei der CMS-Anbieter abheben und von denen man erst seit kurzer Zeit Ähnliches bei anderen Herstellern finden kann.
 
Wachstumsphase
Noch während meiner Tätigkeit als IT-Trainer wurde für mich klar, dass ich mich auf Webentwicklung spezialisieren wollte, daher nahm ich Kontakt mit diversen lokalen Webagenturen auf, um als Freelancer Programmierjobs durchzuführen. Es entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer einer Duisburger Agentur, der bemüht war, WEBCOMpro dem Kunden nahezubringen. In zahlreichen gemeinsamen Projekten lernte ich die unterschiedlichen Sichtweisen der Anwender kennen und erhielt ständig neue Impulse, die sich schon beinahe wöchentlich in tiefgreifenden Änderungen an der Software niederschlugen. Dabei handelte es sich um einen ständigen Drahtseil-Akt, da neue Versionen nicht nur möglichst abwärts kompatibel sein sollten, sondern auch mit den damals üblichen Browsersern funktionieren mussten. Wer heutzutage über die Eigenarten des Internet Explorer jammert, hat mit Sicherheit nicht die Ära des Netscape Navigator miterlebt. Die bedeutendste Neuerung in WEBCOMpro war das Einsetzen von funktionalen Bausteinen per Klick, insbesondere die Möglichkeit zur Verschachtelung von Templates. Dieses Konzept wurde immer weiter ausgebaut und stellt heute ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal des Produktes dar.
 
Reifung
In der nachfolgenden Zeit lag der Schwerpunkt der Entwicklung auf der Erweiterung der Software hinsichtlich gebotener Features und der Verbesserung der Usability. WEBCOMpro wurde rund, redundante Elemente ausgemistet, betagte Programmteile neu aufgesetzt und die Flexibilität erhöhte sich dramatisch. Letzteres lag vor allem daran, dass ich nach wie vor für Agenturen tätig war und Webprojekte nach genauer Vorgabe umsetzte, wobei es stets neue Herausforderungen gab, die nach einer Verbesserung verlangten. Heutzutage ist das eher selten der Fall, was ich als gutes Zeichen werte - was nicht bedeutet, dass nichts mehr zu tun wäre. Der Einsatz von SourceGuardian und später ionCube erlaubte den Vertrieb mit geschütztem Quellcode und seit dem 01.10.2008 steht WEBCOMpro in vollem Umfang zum Download bereit und darf von Privatanwendern gänzlich kostenlos und von kommerziellen Anwendern zunächst ohne Kauf evaluiert werden. Mittlerweile kommt WEBCOMpro in zahlreichen Webprojekten zum Tragen und ist bei einigen Web- und Werbeagenturen ein wichtiges Werkzeug bei der täglichen Arbeit.
 

Patrick Heyer, Entwickler

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